Magazinrollen & Karriereleitfaden (31)
Chefredakteur (EIC): Architekt der redaktionellen Welt
Die letzte Freigabeinstanz für jedes Wort und jedes Bild, die die „Seele“ des Magazins schützt.

Chefredakteur: Der Dirigent von Wort und Bild
Wenn der Verleger der Kapitän des Schiffs ist, dann ist der Chefredakteur (EIC) der Schöpfer von Leben, Musik und Ordnung an Bord. Die Chefredaktion, die höchste redaktionelle Position in der Magazinwelt, ist nicht nur „Manager“, sondern auch Visionär.
1. Grunddefinition: Was ist das für eine Rolle?
Der Chefredakteur ist der oberste Profi, der die redaktionelle Identität der Publikation bestimmt und Ton, Haltung und Ästhetik der Inhalte steuert. Er legt fest, „warum“ das Magazin existiert und „wie“ es mit den Lesenden spricht. In der Fachliteratur heißt er Verlagsleiter Redaktion, Editor-in-Chief oder einfach EIC.
2. Hauptaufgaben: Was tut er?
Auf dem Schreibtisch des EIC verknoten und lösen sich Entscheidungen:
- Redaktionelle Identität: Bestimmt den Tone of Voice des Magazins. „Sind wir angriffslustig, intellektuell oder populär?“
- Coverauswahl: Gibt die letzte Freigabe für Cover, Schlagzeile und Hauptbild, das Schaufenster des Magazins.
- Strategische Planung: Skizziert die Titelgeschichten der Ausgaben und die Vision für die kommenden Monate.
- MagPublish-Integration: Beaufsichtigt den redaktionellen Workflow auf MagPublish und koordiniert den Prozess von der Annahme der Beiträge bis zur Veröffentlichung digital.
3. Verantwortungsbereich
Der EIC ist verantwortlich für Ansehen und ethische Haltung des Magazins. Jedes Wort und jedes Foto, das in die Veröffentlichung geht, trägt seine Unterschrift. Indirekt trägt er auch rechtliche Verantwortung; er ist der erste Ansprechpartner bei einer Klage oder ethischen Krise.
4. Grenzen der Entscheidungsbefugnis
Er kann fast alles abschließend freigeben: die Reihenfolge der Artikel, das Titelbild, die Einstellung einer neuen Autorin. Beim letzten Cent des Finanzbudgets und bei allgemeinen Verwaltungsentscheidungen des Unternehmens arbeitet er jedoch mit dem Verleger zusammen.
5. Platz im Prozess
Er ist die Person, die den Prozess beginnt und beendet:
- Anfang: Leitet die Planungssitzungen der Ausgabe.
- Mitte: Begleitet die Bearbeitung kritischer Inhalte.
- Ende: Gibt vor dem Druck oder der digitalen Veröffentlichung das abschließende „Gut zum Druck“.
6. Erforderliche Kompetenzen
- Führungsintelligenz: Koordination zwischen den Teams sicherstellen und redaktionelle Prozesse optimieren (Expertise im MagPublish-Redaktionspanel).
- Führungsstärke: Kreative Teams (Schreibende, Gestaltende, Fotografierende) mit unterschiedlichen Egos führen können.
- Visuelle Kultur: Gutes Design und gute Fotos in Sekunden erkennen können.
7. In welchen Magazinen sind sie notwendig?
In jedem professionellen Magazin muss ein EIC (oder jemand, der diese Verantwortung übernimmt) vorhanden sein. In Unternehmens- und Großmagazinen ist er unverzichtbar. In kleinen Teams kann diese Rolle mit der Redaktionsleitung (Managing Editor) verschmelzen.
8. Untertypen und Varianten
- Gast-EIC: Eine prestigeträchtige Persönlichkeit, die zum Geist dieser Ausgabe passt, nur für eine einzige Ausgabe.
- Digital Content Director: Führungskraft, die nur für Web- und App-Inhalte zuständig ist.
9. Bewerbung und Karriere
Der EIC ist ein Ziel. Er kommt meist aus Reportage oder Redaktion. Wer dorthin gelangen will, muss die Veränderungen der Medienwelt (digitale Umbrüche wie MagPublish) sehr gut wittern.
10. Häufige Missverständnisse
Die Vorstellung, „der EIC sitze nur in seinem Sessel und gebe Befehle“, ist falsch. Er ist die Person, die in den stressigsten Momenten die Initiative ergreift, Krisen löst und das Team zusammenhält. Digital führt er nicht nur eine Website, sondern eine Community.
[!IMPORTANT] Stärke dich mit MagPublish: Als EIC kannst du den Workflow deiner Publikation mit den Funktionen „Brücke zwischen Verleger & Redaktion“ unserer Plattform zu 100 % digital und transparent gestalten.