Magazinformate & Schreibratgeber (30)
Memoiren & Tagebuch: Zeugnis von Vergangenheit und Augenblick
Entdecke die Form der Memoiren, in der persönliche Erfahrungen und Erinnerungen der Leserschaft durch einen literarischen Filter präsentiert werden.

Memoiren & Tagebuch: Zeilen, die die Zeit einfrieren
Jeder Mensch hat eine Geschichte, aber manche erzählen sie so kraftvoll, dass sie sie mit allen teilen. Memoiren sind das menschlichste Dokument, das aus den staubigen Regalen der Vergangenheit in die Gegenwart getragen wurde.
1. Was sind Memoiren?
Es ist eine Textform, in der ein Mensch nach einiger Zeit Ereignisse erzählt, die er selbst erlebt hat, Menschen, die er kannte, oder Situationen, deren Zeuge er war.
2. Warum werden sie gelesen?
Menschen lieben das „Echte“. Den Lebenskampf eines anderen Menschen, seine Erinnerungen an eine Stadt oder die Atmosphäre einer Epoche von jemandem zu hören, der sie erlebt hat, erzeugt enorme Empathie.
3. Unterschied zwischen Memoiren und Tagebuch
Während das Tagebuch an dem Tag geschrieben wird, an dem die Ereignisse stattfinden, werden Memoiren nach Jahren durch einen Filter hindurch geschrieben. Das Tagebuch ist intimer, Memoiren sind stärker aufs „Teilen“ ausgerichtet.
4. Was bringen sie dem Magazin?
Sie bringen Aufrichtigkeit. Sie zeigen, dass das Magazin nicht nur ein Printprodukt mit „kalten Informationen“ ist, sondern ein gemeinsamer Nenner lebender Menschen.
Redaktioneller Rat: Hab beim Schreiben von Memoiren keine Angst, zu „gestehen“. Die Leserschaft bindet sich enger an den Text, wenn sie die Schwächen und aufrichtigen Gefühle der Autorin bzw. des Autors sieht.